Sonderband präsentiert 500 Magerfleisch-Werke
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Die "Macher" des Magerfleisch-Bildbandes: Bodo Nitsch, Adelbert von Deyen und Bernhard Asmussen (v.l.). |
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20. August 2008 | SHZ | Von uk
Der Countdown läuft: Druck und Binden des Bildbandes "Johannes und Johanna Magerfleisch - Maler der Niederelbe und der Landschaft Angeln" in einer Auflage von 800 Exemplaren sind fast abgeschlossen. Das 272 Seiten starke Werk mit rund 500 Abbildungen erscheint aus Anlass des 40. Todestages des Malers am 29. August. Das Magerfleisch-Buch ist der 14. Sonderband des Kirchspielarchivs Steinberg. Vorsitzender Bernhard Asmussen nennt es "unsere Chronistenpflicht, des über Angeln hinaus bekannten Malers zu gedenken". Dieser sei eine herausragende Persönlichkeit, so Asmussen, und habe in der Landschaft Angeln "gemalte Spuren" hinterlassen, die es wert seien, in ihrer Gesamtheit ins Gedächtnis gerufen zu werden. "Macher" des Magerfleisch-Buches sind neben Asmussen - verantwortlich für den Text - der freischaffende Fotograf und Kameramann Bodo Nitsch aus Niesgrau sowie Kunstmaler Adelbert von Deyen aus Gintoft. Er habe beide, die gerade ihre Angeln-Kalender mit fotografierten und gemalten Streifzügen durch die Landschaft fertig gestellt haben, der Professionalität wegen mit ins Boot geholt. Jetzt sind alle drei froh, dass das Buch kurz vor seiner Vollendung steht, und sie sind sich sicher, dass es viele Abnehmer finden wird. Einen Sonderverkauf gibt es am Sonntag, 31. August, von 9 bis 17 Uhr in der Alten Schule von Norgaardholz. Erhältlich ist es danach für 22 Euro jeden Mittwoch während der Archiv-Sprechstunden von 19.30 bis 21 Uhr. Nach einem Aufruf Anfang 2007, Magerfleisch-Bilder zum Abfotografieren zur Verfügung zu stellen, standen, wie Asmussen erzählt, Gemälde-Besitzer in Norgaardholz Schlange. Dort gab es drei Foto-Termine sowie etliche Foto-Besuche in Angelner und Flensburger Häusern. Für Nitsch, wie er sagt, eine spannende Aufgabe. Es war für ihn, der mit der Malerei vertraut ist, interessant, wie die Magerfleischs mit ihren Werken Zeitgeschichte schrieben. Rund 400 Bilder fotografierte er mit der Digitalkamera; hinzu kamen Dias oder per E-Mail zugeschickte Fotos - insgesamt rund 500 Fotos. Danach kam Adelbert von Deyen ins Spiel. Als gelernter Druckvorlagen-Hersteller hatte er die Aufgabe, alle Bilder für den Druck aufzubereiten. Damit ist er vertraut, schließlich hat er an der Herstellung etlicher Kunstbände mitgewirkt. Alle eingereichten Bilder werden in dem Magerfleisch-Buch mit Angabe des Besitzers, der Maltechnik und Größe verewigt. Gedruckt in Tondern, gebunden in Hadersleben ist es kartoniert und matt laminiert. Den Einband ziert ein Gemälde, das es real nicht gibt. Aus den Aquarell-Einzelporträts von Magerfleisch und seiner Frau Johanna montierte Adelbert von Deyen sie als Paar. Magerfleisch-Bilder, so Bernhard Asmussen, gehörten in Angeln "zum guten Ton". Wer etwas auf sich hielt, gab bei ihm Porträts von Menschen und Häusern in Auftrag. Der Lohn in der Nachkriegszeit bestand oft aus Eiern, Speck oder Brot. Auch gibt es ein Bild im Besitz eines Arztes, das der Künstler als Dank "für die gelungene Operation" malte. Das Buch, so die drei "Macher", dürfte eine neue Wertschätzung der Magerfleisch-Bilder nach sich ziehen. So manches, das bis jetzt ein "Schattendasein" führte, ist, wie sie wissen, zurück in die "gute Stube" gekommen. Für das Kirchspielarchiv Steinberg ist die Herausgabe des Buches ein finanzieller Kraftakt. Durch die Unterstützung von Sponsoren - Magerfleisch-Enkel, Heimatverein der Landschaft Angeln, Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, die Gemeinden Steinberg und Steinbergkirche und Privatpersonen - reduzieren sich die Kosten zwar von 15 000 auf 10 000 Euro. Aber auch das, so Asmussen, sei für das Kirchspielarchiv noch sehr viel Geld. |
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