Arno Nöhren
Unser Mit-Chronist Arno Nöhren ist tot. Er starb am 6. Dezember 2007 nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren.
Neben seinem Beruf als Maschinenführer forderten ihn und seine Frau Norma vielseitige Interessen und Aufgaben. Er war als Kommunalpolitiker aktiv als Kreistagsabgeordneter von 1970-1983, als langjähriges Mitglied der Steinberger Gemeindevertretung und als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Steinberg. Er war Ortswehrführer und Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Steinbergholz (vorher Steinberghaff), und er betätigte sich in zahlreichen kulturellen und sozialen Vereinigungen. So war er bis zuletzt Vorsitzender der Chorgemeinschaft Steinbergholz-Steinberg, und er war Vorsitzender der Ortsgruppe Steinberg des Sozialverbandes, des früheren „Reichsbundes“. Immer war es sein sozialer Gerechtigkeitssinn, der ihn umtrieb. Nicht von ungefähr war, wie er mir einmal sagte, der bremische Bürgermeister Wilhelm Kaisen (1887-1979) sein großes politisches Vorbild, der wie er aus der Arbeiterschaft zur SPD kam und ein überzeugter und engagierter Sozialdemokrat von „echtem Schrot und Korn“ war. Arno war aber auch unserer Heimat- und Chronikarbeit eng verbunden. Er gehörte von Anfang an - seit 1981 dazu, un he hett sick insett för unse plattdüütsche Spraak as Vörsitter vun de „Plattdüütsche Krink“ in de Ole School in Norgaardholt un as aktive Lidmaat in de Plattdüütsch-AG. vun de Angler Heimatvereen. Das Kirchspielarchiv hat ihm viel zu verdanken für seine Arbeit als Rechnungsführer von 1987-1999 und als Chronist des Dorfes Steinbergholz. „Haltet mir die Heimat hoch“, sagte er mir noch vor wenigen Wochen, als ich ihn zu Hause besuchte und er schon von seiner Krankheit gezeichnet war. Für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde Arno Nöhren mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er hat sich aber auch durch seine dorfchronikalische Arbeit im Kirchspiel Steinberg selbst ein Denkmal gesetzt. Bernhard Asmussen |